DHL GoGreen endet

24. Juni 2026 EasyMerchandising

DHL GoGreen endet

Was Shopbetreiber jetzt bei Versand- und Nachhaltigkeitsaussagen beachten sollten

Viele Onlineshops weisen in ihren Versandinformationen, im Checkout oder in E-Mail-Templates auf „klimaneutralen Versand“, „DHL GoGreen“ oder eine besonders nachhaltige Lieferung hin. Solche Aussagen waren in den vergangenen Jahren weit verbreitet – werden künftig aber deutlich kritischer zu bewerten sein durch die Einstellung von DHL GoGreen zu Ende August.

Hintergrund sind zwei Entwicklungen: Zum einen stellt DHL den bisherigen GoGreen-Service zum 31. August 2026 ein. Zum anderen ändern sich durch neue gesetzliche Vorgaben die Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen in der Werbung.

Für Shopbetreiber bedeutet das: Versandtexte, Nachhaltigkeitsseiten, Footer-Hinweise und Werbeaussagen sollten rechtzeitig geprüft und bei Bedarf angepasst werden.

DHL stellt den bisherigen GoGreen-Service ein

DHL hat angekündigt, den bisherigen GoGreen-Basis-Service zum 31. August 2026 einzustellen. Dieser Service basierte auf CO₂e-Ausgleich, also auf sogenanntem Offsetting. Dabei wurden Emissionen nicht direkt im Versandprozess vermieden, sondern über externe Klimaschutzprojekte ausgeglichen.

Künftig setzt DHL stärker auf GoGreen Plus. Dabei steht nicht mehr die externe Kompensation im Mittelpunkt, sondern die Reduktion von CO₂e-Emissionen innerhalb des eigenen DHL-Logistiknetzwerks – zum Beispiel durch Maßnahmen in Transport, Zustellung und Infrastruktur.

Wichtig für unsere Kunden: Wir werden DHL GoGreen Plus aktuell nicht anbieten. Deshalb gibt es künftig keinen DHL GoGreen- oder GoGreen Plus-Claim, den du für Sendungen über EasyMerchandising in deinem eigenen Shop verwenden solltest.

Warum auch deine Shop-Kommunikation betroffen sein kann

Viele Shops verwenden Versand- und Nachhaltigkeitsaussagen an unterschiedlichen Stellen, zum Beispiel:

  • in den Versandinformationen
  • im Footer
  • auf Nachhaltigkeitsseiten
  • im Checkout
  • in FAQ-Bereichen
  • auf Produktseiten
  • in Bestell- und Versand-E-Mails
  • in Social-Media-Beschreibungen
  • in Werbeanzeigen
  • auf Verpackungen, Beilegern oder Flyern

Wenn dort Formulierungen wie „DHL GoGreen“, „GoGreen Plus“, „klimaneutraler Versand“, „CO₂-neutraler Versand“ oder „klimafreundlicher Versand“ stehen, sollten diese Aussagen geprüft werden – insbesondere dann, wenn sich die Aussage auf Sendungen bezieht, die über EasyMerchandising produziert und verschickt werden.

Neue Regeln gegen Greenwashing

Neben der DHL-Umstellung verändert sich auch die rechtliche Bewertung von Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Hintergrund ist die Umsetzung der europäischen EmpCo-Richtlinie in deutsches Recht. Die entsprechenden Änderungen im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb treten überwiegend ab dem 27. September 2026 in Kraft.

Ziel der Regelung ist es, Verbraucherinnen und Verbraucher besser vor irreführenden Umweltversprechen zu schützen. Allgemeine Aussagen wie „klimaneutral“, „umweltfreundlich“, „nachhaltig“, „grün“ oder „klimafreundlich“ dürfen künftig nicht mehr pauschal verwendet werden, wenn nicht klar, konkret und belegbar ist, was damit gemeint ist.

Besonders kritisch sind Aussagen rund um CO₂-Kompensation. Wenn eine Aussage im Kern darauf beruht, dass Emissionen lediglich über externe Projekte ausgeglichen werden, kann das künftig problematisch sein. Deshalb sollten Shopbetreiber sehr vorsichtig mit allgemeinen Aussagen wie „klimaneutraler Versand“ oder „CO₂-neutraler Versand“ umgehen.

Was du in deinem Shop prüfen solltest

Wir empfehlen dir, alle Stellen zu prüfen, an denen du Aussagen zum Versand, zur Nachhaltigkeit oder zu CO₂ machst.

Achte besonders auf Formulierungen wie:

  • „DHL GoGreen“
  • „Versand mit GoGreen Plus“
  • „klimaneutraler Versand“
  • „CO₂-neutraler Versand“
  • „klimafreundlicher Versand“
  • „nachhaltiger Versand“
  • „umweltfreundliche Lieferung“

Wenn sich diese Aussagen auf Sendungen über EasyMerchandising beziehen, sollten sie entfernt oder neutraler formuliert werden.

Welche Formulierungen sind besser?

Da wir DHL GoGreen Plus aktuell nicht anbieten, solltest du in deiner Versandkommunikation keine GoGreen-, GoGreen Plus- oder Klimaneutralitätsaussagen verwenden, wenn sich diese auf den Versand über uns beziehen.

Eine neutrale Formulierung wäre zum Beispiel:

„Der Versand erfolgt mit DHL.“

Oder etwas ausführlicher:

„Deine Bestellung wird von unserem Produktionspartner produziert und anschließend mit DHL versendet.“

Wenn du Nachhaltigkeit in deinem Shop kommunizieren möchtest, solltest du dich besser auf konkrete und belegbare Maßnahmen beziehen. Das können zum Beispiel Angaben zu Materialien, Verpackungen, Produktionsprozessen oder Zertifizierungen sein – sofern diese tatsächlich zutreffen und sauber nachweisbar sind.

Konkreter statt pauschal

Statt allgemeiner Aussagen wie „nachhaltig“ oder „klimafreundlich“ sind konkrete Formulierungen in der Regel besser verständlich und nachvollziehbarer.

Beispiele:

Statt:
„Wir versenden klimaneutral.“

Besser:
„Der Versand erfolgt mit DHL.“

Unser Hinweis

Diese Information ist keine Rechtsberatung. Wir möchten dich aber frühzeitig darauf aufmerksam machen, dass sich sowohl bei DHL als auch bei der rechtlichen Bewertung von Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen etwas ändert.

Wenn du Umwelt-, Klima- oder Nachhaltigkeitsversprechen aktiv in deinem Shop nutzt, solltest du deine Texte rechtzeitig prüfen und bei Bedarf rechtlich abstimmen lassen.

Für Sendungen über EasyMerchandising gilt: Bitte verwende künftig keine Aussagen wie „DHL GoGreen“, „GoGreen Plus“, „klimaneutraler Versand“, „CO₂-neutraler Versand“ oder „klimafreundlicher Versand“, wenn sich diese Aussage auf den Versand über uns bezieht.

Fragen dazu? Dann kontaktiere uns gerne!